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Häufige Fragen (FAQ)

Alles Wichtige zum Entlastungsbetrag

Stand: August 2026 · Allgemeine Information, keine individuelle Rechtsberatung.
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💰 Grundlagen

Was ist der Entlastungsbetrag?

Der Entlastungsbetrag nach §45b SGB XI beträgt 131€ pro Monat (= 1.572€/Jahr) und steht allen Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 1 zu, die zu Hause gepflegt werden.

Wer hat Anspruch?

Alle mit Pflegegrad 1-5, die zu Hause, in einer Pflege-WG oder im betreuten Wohnen gepflegt werden. Nicht bei vollstationärer Pflege (Pflegeheim).

Kann ich mir die 131€ auszahlen lassen?

Nein. Der Entlastungsbetrag wird nur als Kostenerstattung gezahlt. Sie bezahlen die Leistung, reichen die Rechnung ein und erhalten das Geld erstattet.

📋 Verwendung

Wofür kann ich den Betrag nutzen?

§45a-Angebote: Haushaltshilfe, Alltagsbegleitung, Fahrdienste
Pflege-Einrichtungen: Tagespflege, Nachtpflege, Kurzzeitpflege (Zuzahlung)
Nur PG 1: Körperbezogene Pflege durch ambulante Dienste

Was sind §45a-Angebote?

Offiziell vom Bundesland anerkannte Entlastungsangebote wie Alltagshelfer, Betreuungsdienste und Nachbarschaftshilfen. Nur diese dürfen über den Entlastungsbetrag abrechnen.

📅 Übertrag & Verfall

Was passiert mit nicht genutzten Beträgen?

Nicht genutzte Beträge können ins Folgejahr übertragen werden, müssen aber bis 30. Juni genutzt werden. Danach verfallen sie.

Kann ich ansparen?

Ja! Sie können die monatlichen 131€ über das Jahr ansammeln. Aber beachten Sie die Verfallsfrist für Vorjahres-Beträge!

🔄 Umwandlungsanspruch §45a

Was ist der Umwandlungsanspruch?

Nach §45a Abs. 4 SGB XI können Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2 bis zu 40 % ihres Sachleistungsbudgets in Alltagsunterstützung umwandeln – zusätzlich zum Entlastungsbetrag. Das Sachleistungsbudget ist der Betrag, der theoretisch für einen ambulanten Pflegedienst zur Verfügung stünde. Wer diesen nicht (vollständig) nutzt, kann bis zu 40 % davon für anerkannte §45a-Anbieter einsetzen.

Wie viel kann ich über den Umwandlungsanspruch nutzen?

Das hängt vom Pflegegrad ab:

PG 2: max. 318 €/Monat | PG 3: max. 599 €/Monat | PG 4: max. 744 €/Monat | PG 5: max. 920 €/Monat

Zusätzlich steht der Entlastungsbetrag von bis zu 131 € monatlich zur Verfügung. Wie hoch der Umwandlungsbetrag im Einzelfall ist, hängt vom Pflegegrad und der tatsächlich nicht genutzten Pflegesachleistung ab.

Muss ich dafür einen Antrag stellen?

Der Umwandlungsanspruch ist gesetzlich vorgesehen. Für die Kostenerstattung werden die Aufwendungen gegenüber der Pflegekasse nachgewiesen; die konkrete Abwicklung kann je nach Pflegekasse und Anbieter unterschiedlich erfolgen.

Wird das Pflegegeld gekürzt?

Ja, anteilig. Der umgewandelte Betrag wird wie eine Sachleistungsnutzung behandelt und mindert das Pflegegeld entsprechend. Beispiel PG 3: 149 € Umwandlung ÷ 1.497 € Sachleistung = 9,95 % → Pflegegeld sinkt um ca. 60 €. Der Gegenwert an Unterstützung (149 €) überwiegt die Kürzung deutlich.

Der Entlastungsbetrag (131 €) hingegen kürzt das Pflegegeld nicht.

Kann ich den Umwandlungsanspruch ansparen?

Nein. Der Umwandlungsanspruch gilt monatlich. Nicht genutzte Beträge verfallen am Ende des Monats und können – anders als der Entlastungsbetrag – nicht auf den Folgemonat oder das Folgejahr übertragen werden.

Vom Anspruch zur laufenden Organisation

Entlastungsbetrag in PflegePur Zuhause im Blick behalten.

Anspruch einordnen, Nutzung und Belege dokumentieren, Fristen im Blick behalten und den Entlastungsbetrag zusammen mit den weiteren Pflegeleistungen in einem persönlichen Pflegefahrplan organisieren.

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